Eintrag in das Buddelbuch – Euphelia am 16. Dezember

Euphelia ist schon ganz wirre im Federköpfchen. Was geht hier denn bloß ab in den letzten Tagen! Wenn Conny doch bloß bei ihren Fotos geblieben wäre. Euphelia hätte solch eine beschauliche Adventszeit haben können. Doch da kamen dann irgendwie die Jahre 2002, vor allem 2003 und 2004. Euphelia hörte nur noch einen Rums, dann flog der Deckel auf die Fotokiste. Da wollte Conny wohl irgendwie nicht ran. Und damit begann dann das Dilemma für Euphelia. Das Federchen direkt an ihrem Genick ist bereits völlig zerzaust. Sie kam sich vor wie ein Zuschauer beim Tennis, oder besser noch erste Reihe beim Tischtennis. So schnell düste Conny an ihr vorbei – hin und her, immer wieder hin und her, ständig hin und her. Rennt sie vor den Bildern der alten Jahre weg? Vor den aktuellen Nachrichten? Was tut sie den ganzen Tag in diesem Dauerlauftempo? Zwischendurch saßen sie gemeinsam mit Maxi und Torsten zwischen Briefen und Päckchen. Conny würde so gern antworten, doch irgendwie hat sie die Sprache verloren. Was soll man denn auch sagen? Da sind die Tränen der Freude und Rührung, wenn sie Post vorliest oder Torsten Päckchen öffnet. Von Simone und Melanie an die Hand genommen wandern alle drei hier von Adventstag zu Adventstag durch das Reich des Zauberers von Oz. Was für eine tolle Idee, sogar Fußcreme für den beschwerlichen Weg war dabei. Euphelia hofft so sehr, daß sie in den nächsten Tagen einige Fotos versenden darf. Noch schüttelt Conny den Kopf. Sie ist noch nicht fertig – ja, aber womit? Bitte, liebe Freunde, möchte Euphelia nun einfach in die Runde rufen, habt Geduld mit Conny. Ihr fehlen die Worte für Karten und Briefe. Irgendwas soll wohl so sein wie alle Jahre. Conny schreibt ihre Weihnachtspost im Januar. Man braucht doch Rituale. Sonst war vor Weihnachten kaum Luft für handgeschriebene Post aus dem Tintenfaß. Doch in diesem Jahr gäbe es wohl Zeit, doch keine Worte, die diese Zeit beschreiben können. Doch eines ist sicher, das merkt Euphelia jeden Tag von ganzem Herzen, die Freude über die liebe Post, die hier täglich ankommt, ist riesengroß und tränenreich.

Euphelia schleicht sich noch einmal an Conny heran, schaut sie mit einem bittenden Blick fragend an: „Conny, um Himmels willen, was machst Du?“ Lange blickt Conny auf das liebgewonnene Federchen, dann im Kreise um sich herum. Gerade denkt Euphelia, nun rennt sie gleich wieder los. Da antwortet Conny: „Ich dekoriere!“

Und jetzt begreift Euphelia endlich, als sie dem Blick von Conny folgt. In fast jedem Detail, welches hier überall um sie herum liebevoll und stilecht aufgebaut wurde, in jedem Stück liegen Erinnerungen an die kleine Familie, an die Gutshotelfamilie, an die große Familie. Ihr fehlen die Gäste und die Lieben um sie herum sehr. Doch so kann sie jeden Tag mit jemandem ein Pläuschen halten. Sie weiß fast alles noch. Woher und wann und wie sich der Moment anfühlte. Conny dekoriert, als wenn es kein Morgen gibt. Alle sollen auf diesem Wege bei ihr sein. Torsten versuchte, die Frage nach dem „Nach Weihnachten…“ zu stellen. Euphelia hat lieber schnell weggeschaut, der Blick, der da zurück kam, war deutlich. Conny bleibt in Weihnachten, bis die ersten Gäste wieder kommen dürfen. Aufräumen? Wie war das noch mit den fehlenden Worten? Dies ist ganz sicher eines davon!

In diesem Sinne, liebe Freunde, bitte ich, Euphelia, die Hausschreibfeder, von ganzem Herzen um Geduld und bedanke mich in Connys Namen für die liebe Post. Viele Details, so hat sie versprochen, werden Euch hier als Bild noch erreichen. Genießt die Adventsstunden, lauft nicht so viel hin und her, paßt auf Euch auf und hört in Eurem Herzen, wenn Conny mal wieder eine kleine Unterhaltung in Gedanken mit Euch führt. Seid Euch gewiß, ganz viel Liebe ist von hier aus zu Euch unterwegs. Hohoho!!!

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