Euphelia im Advent – Tür 10

Advent mit Euphelia – 10. Tür

Seitdem Euphelia gestern wieder auf ihrem Stammplatz eingetroffen ist, lassen sie die Gedanken an ihren Ausflug und an die Begegnung mit dem Mann am Klavier nicht mehr los. Da werden nun am Freitag den 13. Heinz mit dem Akkordeon 85 und sein Enkelsohn 21 Jahre alt. An welchen unterschiedlichen Weggabelungen doch beide gerade stehen. Werden sie sich ausreichend miteinander unterhalten?

Wird der junge Mann von den Erfahrungen des alten Mannes lernen und neugierig sein auf die Geschichten?

Wird der alte Mann jung genug sein, um den Ansprüchen an das Leben des jungen Mannes mit Verständnis zuhören zu können?

Manchmal leiden wir am Leben wie an einer dickten Backe, denkt Euphelia, doch sind wir auch oft genug dankbar für alles, was wir im Leben erreichen? Ist unser Glas oft halbleer oder meistens halbvoll?

All das geht Euphelia heute am Dienstag mitten im Advent durch den Federkern, mitten in einer Zeit, die dafür geschaffen ist, sich in aller Stille bei Kerzenschein Gedanken über seinen Weg zu machen.

Manchmal muß sie Geschichten schreiben, die ihr an die Feder gehen. Menschen, die sie lange kennt, sind plötzlich nicht mehr auf der Gästeliste. Andere wechseln schon mal das Stockwerk, weil die Treppen beschwerlich geworden sind. Neue Gäste wachsen nach, waren vorher Kinder und lassen sich nun für ihre Hochzeit beraten. Manche kommen das erste Mal in das Wohnzimmer und können die Liebe, die dieses Hotel ausstrahlt, sofort in allen Adern spüren.

Euphelia weiß, es gibt noch so viele Geschichten, die hier aufgeschrieben werden wollen. Sie werden Tiefe und Wärme vermitteln, diese Geschichten, sie werden davon handeln, wie sich verziehen wird, sie werden darüber sprechen, wie wir an einem solchen Ort der Bücher und Erinnerungen tolerant und engagiert miteinander umgehen.

Und genau in diesem Moment weiß Euphelia, welches Buch sie heute unbedingt an ihr Federherz nehmen möchte.

Mitch Albom

Dienstags bei Morrie“

Die Lehre eines Lebens

Euphelia würde sich gerade sooo gern mit einem guten Freund austauschen. Sie schaut zu ihrem kleinen angekokelten Freund Faust. Er liegt gegenüber in der Glasvitrine und wartet. Ach, seufzt Euphelia, auch uns wird das Leben wieder vereinen. Sie ist sich ganz sicher.

Übrigens: Diesem Buch von Mitch Albom folgte ein würdiger Film, mit Jack Lemmon in seiner letzten großen Spielfilmrolle.

Hier im Hause wird am 4. Januar 2020, also am ersten Sonnabend im kommenden Jahr, dieser Film als FilmDinner gezeigt. Mit Sicherheit wird es nach diesem wundervollen Film eine sehr angeregte Gesprächsrunde geben am großen, zauberhaft dekorierten Tisch bei einem köstlichen Dinner. Herzlich willkommen!

Und denkt unbedingt daran:

Dies ist ja wohl ein ganz wunderbares Weihnachtsgeschenk!

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