Eintrag in das Buddelbuch – Euphelia am 16. Mai

Hätte Euphelia kleine Händchen an kleinen Ärmchen, so würde sie diese wohl schon mehrfach in den letzten Tagen über ihrem kleinen Eulenfederköpfchen erhoben haben, leicht aneinander gedippt und anschließend mit eben jenen ihre kleinen Äugchen zugehalten haben. Sie kann es einfach kaum noch ertragen. Was tun die hier?

Ihren Stammplatz hat sie verlassen. Nachdem Euphelia dachte, es geht auf spannende Reise oder in eine interessante Verhandlung, wurde ihr sehr schnell klar, dies war echt ein voll unspektakulärer Umzug in die letzte Ecke der Rezeption. Abgestellt sozusagen. Sie räumten mal wieder. Nun ist das Wohnzimmer dran, war die schnelle Erklärung nebenbei. Sie räumen und putzen. Sie räumen und putzen. Was für eine wochenlange Dauerschleife. Und ewig grüßt das Murmeltier. Nur einen Tag später erkannte Euphelia voller Entsetzen, es geht noch schlimmer. Ihr Platz an der Rezeption war eine Zwischenstation. Kalt abserviert kam sie in einen fremden Karton in die allerletzte Ecke des Salons. Salon ist zur Zeit sicher mit einer anderen Vorstellung verbunden. Salon ist hier Lagerraum, Imbißbude, Spielehölle und Aufenthaltspausenraum geworden. Hätte Euphelia kleine Händchen an kleinen Ärmchen … die Dauerschleife… Nun ist die Rezeption dran. Sie räumen und putzen. Sie räumen und putzen.

Euphelia bittet um Entschuldigung: So kann sie nicht schreiben. Kein Mensch redet mit ihr. Keiner nimmt sich die Zeit für einen kleinen Tratsch über die Welt da draußen. Naja, das kann sie zumindest verstehen. Die Welt hier drinnen ist schon spannend genug. Außerdem ist sie beruhigt, daß hier viel gelacht wird. Sie räumen und putzen und lachen, sie kuscheln und spielen. Sie träumen wieder von der Zukunft. Euphelia spürt die Größe des Satzes:

Sie träumen von der Zukunft. Endlich. Es ist soweit!

Was Ihr, liebe Gäste und Freunde, die Ihr bald kommen werdet,  wohl von der Gutshotelfamilie erwartet? Worauf habt Ihr Lust hier in Groß Breesen? Was ist Euch wichtig? Worauf habt Ihr Appetit?  Möchtet Ihr vorgelesen bekommen? Freut Ihr Euch auf Abende am Lagerfeuer? Habt Ihr Sensucht nach dem aufgeschlagenen Buch in einer gemütlichen Kuschelecke? Was zieht Euch an diesen Ort? Möchtet Ihr im Garten oder in Eulenhausen mit anpacken? Conny fragt sich gerade, ob es nicht schade wäre, im Park viel zu tun, denn er ist wunderbar wild. Diesen Anblick sollte man sich vielleicht wenigstens für dieses Jahr bewahren. Dieser Wildnis ganz vorsichtig zu Leibe zu rücken, wäre eine große Bitte. Aber da ist ja auch noch Eulenhausen. Ausreichend Möglichkeiten zum Austoben und Gestalten.

In Vorbereitung auf die nächsten Wochen las Conny ihr eigenes Vorwort für das Jahr der Kühnheit 2020. Irgendwie ist sie selbst erschrocken, wie nahe es an der derzeitigen Situation gemessen seine eigentliche Botschaft verkündet.

Euphelia sah ihr beim Lesen des Vorwortes über die Schultern. An einem der letzten Sätze blieb sie hängen. „Deshalb werden wir mit Sicherheit nie damit fertig…..“ las sie. Ob Conny es wohl so gemeint hat beim Schreiben?

Der 11. Juni ist nicht mehr weit.

Und sie räumen und putzen.

Hätte Euphelia kleine Händchen an kleinen Ärmchen ….

…. sie würde Beifall klatschen und so ihre Freude bekunden auf das baldige Ankommen der mit Abstand besten Gäste der Welt.

Prolog 2020 – das Jahr der Kühnheit

„Nichts ist auf der Welt so mächtig, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

Victor Hugo

Das nächste Jahrzehnt kam ohne unser Zutun und viel schneller als gedacht. Doch wie wir den Auftakt meistern zu diesen neuen zehn Jahren, das liegt ganz in unserer Hand. Die Lust ist ungebremst groß, unsere Insel Literaturien zu gestalten. Verträumt und verspielt, edel und rustikal, wirtschaftlich geführt und großzügig, arbeitsreich und erholsam – Ihr erlebt hier einen Ort in so vielen verschiedenen Facetten und mit vielen Charakteren: Kraftvoll. Fröhlich. Still. Zart. Deftig. Leicht. Erhaben. Dabei immer und überall mit einem bibliophilen Verwöhnaroma. Eine bewohnte Bibliothek, nicht einfach ein Hotel als dekorativer Ort zum Speisen, Trinken und Schlafen, sondern ein magisches Geflecht von Beziehungen. Alles, was in diesem Hause passiert, basiert auf Kommunikation.

Unverblümt habt Ihr uns wissen lassen – unsere Veranstaltungen fehlen Euch. Das hat seine Wirkung nicht verfehlt. Danke für diese Rückmeldung. Schön zu spüren, daß unsere gemeinsamen Erlebnisse einen solchen Stellenwert in Euren Herzen erobert haben.

In diesem Sinne freuen wir uns, Euch wieder interessante literarische und kulinarische Höhepunkte anbieten zu können. Auch uns fehlte der innige Austausch mit Euch über Eure Geschichten, über Begegnungen und Erfahrungen, über Eure Visionen, Träume und Anekdoten.

Voller Kühnheit nehmen wir zudem einen nächsten Schritt. Der Literaturpark „Eulenhausen“ ist ein wahrhaft zauberhaftes Projekt, welches wir mit vielen gleichgesinnten Menschen gemeinsam umsetzen werden.  

Alles begann mit einem Eisenbahnwagon mitten auf dem Acker. Nun lassen wir uns auf diesen Ort voller Passion, Hingebung und Kreativität mit der von uns bekannten Verrücktheit voll ein.

Wir laden Euch ein, der Phantasie Flügel wachsen zu lassen. Mit Witz, Inspiration, mit Sinn für Magie, Natur und Poesie wollen wir „Eulenhausen“ zu einem Sehnsuchtsort für Lesende und Erholungssuchende als Naturkleinod gestalten. Ein bißchen wild und ungebändigt soll es sich zeigen, unser „Eulenhausen“, als dürfe es sich nach einem Zufallsplan entfalten. Ungebremster Wildwuchs wird sich mischen mit einem angelegten Weidendom und größeren offenen Flächen, in denen das Licht tanzt. Als Lebens- und Leseraum verstehen wir unseren Literaturpark Groß Breesen, in dem Ihr Geselligkeit genauso wie Ruhe finden werdet, Unbekümmertheit, Entdeckerlust und ganz viel Zeit für Muße und Leichtigkeit beim Wandeln auf dem Gelben Steinweg.

Unser ganzes bibliophiles Refugium zusammen mit Euch zu leben, ist faszinierend. Deshalb werden wir mit Sicherheit nie damit fertig und sind immer wieder neuen Ideen auf der Spur. Wir sind bereit, mit Euch Humor, Poesie und Fröhlichkeit zu teilen.

Im Gegenzug sind wir so kühn, uns Eure Hilfe bei der Umsetzung unserer Visionen zu wünschen.

Eure Conny

„Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es.
Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft. Beginne es jetzt.“

Goethe

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Eintrag in das Buddelbuch – Euphelia am 8. Mai

Euphelia ist voller Aufmerksamkeit. Sie durfte ihren Stammplatz heute verlassen. Gestern klingelte ständig das Telefon. Es ist ein schönes Gefühl, daß so viele Freunde und Gäste bald wieder hier in Groß Breesen sein möchten. Doch Conny hat einen Plan und einen Bauch. An beidem kommt so schnell keiner vorbei. Und nun wird heute heiß diskutiert. Euphelia spürt förmlich die starke Energie und den festen Zusammenhalt, denn hier sitzen am großen Tisch im Gelben Salon vereint Torsten, Maxi, Liane, Ingo und Conny.

Die Verhandlungen dauern seit Stunden an – so heißt es ständig in den Medien. Was Euphelia hier so erfreut: Es sind zwar auch viele Stunden, die rasend schnell vergehen, doch alles verläuft kreativ, zielstrebig, mutig – und scheinbar entsteht ein handfester gemeinsamer Plan. Seit Tagen bereits hört man Maxi und Conny oder Torsten und Maxi oder Torsten und Conny an allen Ecken beraten.

Zuerst diese Unruhe. Jeder von den dreien geht anders damit um. Maxi bügelt und wäscht und bügelt. Torsten mäht den Rasen und mäht und mäht. Conny räumt und putzt und räumt. Diese starken Zweifel bei Conny. Sie ist 1988 von diesem Haus ausgesucht worden, es zu beleben. Seitdem besteht schon fast so etwas wie ein Pakt mit diesem alten Ort, durch alle Höhen und Tiefen hindurch, in guten wie in schlechten Zeiten. Seit dem 17. März hat Conny ihr Groß Breesen nur wegen ausgesprochen wichtiger Anlässe verlassen. Zur Vor- und zur Nachuntersuchung und zur eigenen Operation, sowie eine Nacht nach Stralsund, als ihr Papa, der Heinz mit dem Akkordeon, ins Krankenhaus kam. Ansonsten konnte sich das Bücherhotel darauf verlassen, daß Conny da ist, anwesend, Steine streichelnd, Bäume umarmend. Die Natur dankt es ihr. Der Park blüht prunkvoll. Die Beete sind voller grüner Pflanzen. Was ist schon Unkraut, wenn es so schön aussieht.  

Und nun ging vor zwei Tagen in der Politik alles ganz schnell. Euphelia spürt, wie Conny sich windet, ihr geht es zu schnell. Wenn sie die Nachrichten hört, rutscht sie auf ihrem Stuhl hin und her. Conny lebt in Bildern. Ihre Visionen sind ihre Galerien. Der Blick schweift dann ab, aha, sie schaut ihre Leinwände an, vergleicht sie mit der Wirklichkeit, mit dem eingeschlagenen Weg. Korrektur nötig? Dann unbedingt jetzt und sofort. Sonst kribbelt es in ihr, sie wird ungeduldig, ungnädig, unruhig. Der Ort spricht dann anders mit ihr, mault beinahe.

Conny ist nicht einig mit den Entscheidungen um sie herum. Ja, die Vorfreude, wieder zu öffnen, ist sehr groß. Doch alles muß seine Zeit haben. Wenn ein alter Gaul beinahe acht Wochen im Stall stand, dann springst Du doch auch nicht darauf und hetzt ihn über den Acker.

Es war so schwer, zu Beginn aus dem Hamsterrad heraus zu klettern. Doch dann war der Genuß eines langsameren Tages endlich ebenfalls zu spüren. Dieses einmal  Bei-sich-selbst-sein. Gelassenheit. Tage ohne Uhr. Das ist nicht alles vorbei von einem Tag zum anderen. Dieser alte Ort hat seit seiner Eröffnung im September 1998 erstmals gaaaanz tief Luft geholt. Nun werden sie ihm hier die Zeit geben zum Ausatmen.

Conny wird durch die Zimmer gehen, die wieder belegt werden dürfen – es sind ja längst nicht alle – und lüften, lächeln, innehalten. Sie will einfach nicht mehr sofort wieder hinein ins Hamsterrad. Da sind Bilder in ihrer Visions-Galerie entstanden, die einen neuen Plan, ein neues Konzept brauchen, natürlich voller Beschaulichkeit, Entschleunigung und Harmonie. Das geht nicht mit einem Schnipsen oder mit einem Lichtschalter-An. Und das geht schon gar nicht mit Masken und einem Katalog von soooo vielen Verhaltensregeln, daß man gar nicht weiß, was das noch mit Urlaub und Gästebetreuung zu tun hat.

Danke an alle Freunde des Bücherhotels, die uns dieses Zeit-Nehmen, diese Zuversicht, diesen Mut mit Buchungen für später, mit Einkäufen in der BuchBar und mit vielen guten Wünschen und gesendeter Energie ermöglichen. Eins scheint Euphelia nun kurz vor Ende der Gespräche hier am runden Tisch ganz sicher: Conny und ihre Truppe lassen sich nicht hetzen.

Es steht also fest. Hier im Bücherhotel öffnen sich erstmals die Türen am 11. Juni 2020. Erst am 11. Juni öffnet sich hier auch das Restaurant. Die Bücherscheune bleibt auf bisher nicht entschiedene Zeit für alle geschlossen, die nicht im Hause übernachten. Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Gäste steht für uns an erster Stelle. Im Moment können wir die uns auferlegten Maßnahmen nicht mit gutem Gewissen erfüllen, dafür ist unser Hotel zu kuschelig. Und so soll es bleiben!

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Eintrag in das Buddelbuch – Euphelia am 5. Mai

Euphelia ist total überrascht. Die Nachrichten heute morgen bestätigten die ersten Informationen vom späten gestrigen Abend. Es geht wieder los! Schnell! Pure Freude sieht anders aus, denkt sie sich, als sie in die Gesichter von Conny, Torsten und Maxi schaut, die hier im Wohnzimmer zu jeder vollen Stunde mit dem Ohr am Radio kleben. Da gibt es Bedenken, ob sie selbst so zügig all diese einschränkenden Bedingungen annehmen möchten. Irgendwie wissen sie heute gerade weder den genauen Weg, noch die Richtung. Es geht bergauf, das ist klar. Doch das WIE wird zu beraten sein. Der Bauch erhebt ganz stark sein Mitspracherecht. Seit Wochen freuen sie sich hier auf den Neubeginn. Nun soll es auch ein gefeierter neuer Beginn werden. Wunderschön, voller Freude und auch lohnenswert.

Habt also Geduld, liebe Freunde des Bücherhotels, so möchte Euphelia Euch zurufen.

Mit absoluter Sicherheit werden die Hausherren weder die Bücherscheune, noch das Restaurant, noch den Gutspark vor dem Hotel öffnen.

Sie werden hier die Nachrichten der nächsten zwei Tage abwarten, um dann in aller Ruhe den Weg zu ebnen und einen Fuß nach dem anderen in die neue Richtung zu gehen.

Gemach! Gemach!

Und am meisten hofft Conny darauf, daß sie oben an der Tür stehen kann, um Euch zu begrüßen – und daß Ihr das Lächeln auf ihrem Gesicht sehen könnt.

Weg? Richtung? Bergauf!!!
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Eintrag in das Buddelbuch – Euphelia am 4. Mai

Euphelia schickt Maigrüße. Diese könnten sich so anhören, wie sie es bei Manfred Eisner gelesen hat, denn besser kann sie diese nicht formulieren:

Maigrüße in der Hoffnung bald schon wieder viele von Euch wiederzusehen sind eine Hoffnung, die in naher Zukunft Hoffnung bleiben wird. Aber in ferner Zukunft wird meine Hoffnung zu Zuversicht. Es bleibt die Hoffnung, dass die ferne Zukunft nicht zu fern wird.

Bis dahin möchte Euphelia einfach ihren Fokus bewußt auf all das Schöne richten, was gerade ohne aller Zutun um sie herum passiert. Da richten die Kastanien ihre Kerzen auf mit einem Duft, daß sie denkt, sie sei im Wunderland. Da gibt es täglich neuen Farbenrausch, wenn sie die Augen durch den Gutspark schweifen läßt. Da gibt es überall so viele Möglichkeiten, mit ein wenig Dankbarkeit sich selbst das Leben zu versüßen. Möglichkeiten für ein Gefühl, welches sich ein wenig entfernt von dem, was gerade in unser aller Leben „nicht paßt“. Damit meint Euphelia nicht nur die Hosen. Was wurde nicht alles für selbstverständlich gehalten! Nun stellt Euphelia fest, wie viele Gesten, Dinge, Gespräche intensiver wahrgenommen werden – erspürt in ihnen das Gute, Schöne, Wertvolle, Leise, Liebevolle, Hilfreiche.

Euphelia wünscht Euch einen kraftvollen Start in den Mai, voller starker Momente. Manchmal, so weiß Euphelia, sollte man einfach seine Gedanken zu Papier bringen. Vielleicht können wir ja unsere Zukunft so formulieren, wie wir sie uns vorstellen.

Denn: Das, was wir denken, das tun wir! Voller Motivation! Eines verändert sich gerade hier im Wohnzimmer ganz nahe bei Euphelia: Conny beginnt zu schreiben!

Nach hinten hat sie nun mit Hilfe von Maxi und Torsten wochenlang aufgeräumt, losgelassen. Aber nach vorne – da ist noch viel weiße Fläche!

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Eintrag in das Buddelbuch – Euphelia am 24. April

Euphelia ist wortlos. Natürlich haben die drei hier im Bücherhotel Pläne und Visionen und Vorstellungen von der Zeit danach. Sie sehnen sich danach, wieder mit den Mitarbeitern gemeinsam die Gäste zu verwöhnen. Doch, mal ganz ehrlich. Könnt Ihr Euch Groß Breesen vorstellen mit Maske, Glasscheibe am Empfang und Verhaltensregeln auf dem Zimmer? Könnt Ihr Euch das Gewölbe vorstellen mit Platzanweisung und Sicherheitsabstand? Nicht immer scheint die Sonne. Natürlich ist der Park weitläufig. Doch wie dicht dürfen wir dann an Euch heran? Stellen wir das Essen in Reichweite und Ihr holt es Euch dann?

Ganz ehrlich, das ist nicht Groß Breesen. Gerade nach dieser ganzen Zeit kommt jeder aus einem einzigen wichtigen Grund hierher: Endlich wieder knuddeln, umarmen, sich berühren. Die Ellenbogen? Gehr hier gar nicht. Hier braucht keiner die Ellenbogen.

Deshalb ist Euphelia gerade etwas zurückhaltend. Da mögen sie in der Politik viel verhandeln. Natürlich sollen sich auch hier die Türen wieder öffnen. Doch unter welchen Bedingungen, das muß Conny noch mit ihrem Bauch und mit Torsten und Maxi und mit ihren tollen Mitarbeitern besprechen. Da sind ja auch noch die Eltern, die mit über 80 Jahren unbedingt wieder besucht werden müssen. Auch deshalb werden die drei hier zwischen den Büchern versuchen, Risiko zu minimieren. Wenn das Ausgeben von Essen und Trinken, um dafür Geld zu bekommen wichtiger sein sollte, als das Austauschen von Lachen und Liebe und Nähe, dann wird sich Literaturien noch eine Weile sehr verschlossen zeigen. Noch halten sie das hier durch.

Gerade heute entdeckte Conny beim Aufräumen ein Gedicht

von Olle Hansen

Bleib gelassen!

Hader nicht, hoffe nicht!                                   Halte dich im Gleichgewicht.

Werde groß, bleibe klein.                                      Lass die Welt in dich hinein.

Lerne dich, kenne dich.                                                  Anders als du bist du nicht.

Du bist heute, du bist morgen.                                             Für die beiden musst du sorgen!

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